Monza ist nie einfach nur ein weiteres Rennen. Lange Geraden, harte Bremszonen und volle Tribünen mit den Tifosi erzeugen eine ganz eigene Spannung. Dieses Jahr ist das Szenario noch interessanter: Kimi Antonelli kommt als WM-Spitzenreiter, muss nach einer Strafe für die Power Unit aber durch das Feld nach vorn.
Antonelli zu Hause – aber nicht ohne Handicap
Kimi Antonelli kommt als Führender der Meisterschaft 2026 nach Monza. Für einen italienischen Fahrer ist ein Rennen vor den Tifosi ohnehin ein riesiger Moment. Der Vergleich mit Alberto Ascari erinnert an das Gewicht der Geschichte, sollte aber als Einordnung verstanden werden: Jede Epoche, jedes Auto und jede Meisterschaft erzählt ihre eigene Geschichte.
Das Wochenende wird trotzdem schwieriger als erwartet. Mercedes hat bestätigt, dass Antonelli in Monza ein neues Antriebselement einsetzen wird. Dadurch erhält er eine Strafe in der Startaufstellung. Wie hoch sie genau ausfällt, hängt von den ausgetauschten Komponenten ab. Schnellster im Qualifying? Möglich. Start aus der ersten Reihe? Eher nicht.
Monza: erst Geschwindigkeit, dann Bremsen
Der Autodromo Nazionale di Monza gehört zu den schnellsten Strecken im Kalender. Die Autos fahren ungefähr 80 Prozent einer Runde mit Vollgas, während die Start-Ziel-Gerade 1,1 Kilometer lang ist. Monza nur auf Motorleistung zu reduzieren, wäre aber zu kurz gedacht: Die Fahrer müssen spät bremsen, das Auto sauber durch die Schikanen bringen und die Reifen schützen.
Drei Themen, auf die es ankommt
Antonellis Aufholjagd. Der WM-Führende muss im Qualifying den Schaden begrenzen und anschließend ein Rennen fahren, das wahrscheinlich offensiver wird als geplant.
Die Antwort von Mercedes. Das Team muss seine Strategie auf einen Start weiter hinten ausrichten, ohne die wichtigen Meisterschaftspunkte aus den Augen zu verlieren.
Ferrari vor den Tifosi. Beim Heimrennen wird die Scuderia genau beobachtet. Das Auto muss vor allem auf den langen Geraden und in den harten Bremszonen von Monza funktionieren.







